Einen ungewöhnlichen Anblick bot sich den flanierenden Menschen am Samstagnachmittag in der Innenstadt. Langsam und in stiller Andacht bahnte sich ein Trauermarsch seinen Weg durch die Strassen. Leute bekreuzigten sich, Hüte wurden gezogen, Taschentücher waren plötzlich Mangelware. Die hektische Stimmung wurde für einen Moment vergessen und weichte Andacht und Gebet. Die Baslerinnen und Basler bedauerten, dass so sorglos mit unserem Lebensraum umgegangen wird.
Das Thema Klimawandel ist fast vollständig verschwunden. Nicht weil das Problem gelöst wurde, sondern weil wir uns anscheinend unserem Schicksal ergeben haben. Statt die Klimaerwärmung ernsthaft zu bekämpfen, ist aus dem Atom-Doris nach einer kurzen Zeit der Hoffnung eine Gas-Doris geworden. Was uns bürgerliche Energiepolitik präsentiert, ist eine Wahl zwischen Pech und Schwefel.
Als Metapher für diese aktuelle Klimapolitik hat das junge grüne bündnis nordwest das Klima zu Grabe getragen. Offensichtlich steuern wir schon lange auf eine globale Katastrophe zu und kaum jemand handelt! Wird nicht schleunigst etwas unternommen, wird die kritische Zwei-Grad-Grenze schon vor 2040 überschritten. Bis Ende des Jahrhunderts wird die Erwärmung sechs Grad Celsius betragen (Szenarien zur Klimaänderung in der Schweiz, NCCR Climate 2011). Das junge grüne bündnis nordwest fordert von allen politischen Ebenen,sich endlich auf verbindliche CO2-Reduktion einzulassen und die Wende hin zu erneuerbaren Energien zu fördern und beschleunigen, damit die Schweiz eine Vorreiterrolle in internationalen Klimaverhandlungen einnehmen kann.
Es ist noch nicht zu spät unseren Planeten zu retten, aber es ist 5 Sekunden vor 12.