Die Grosskampagne von Economiesuisse gegen den Atomausstieg stösst bis weit ins bürgerliche Lager auf Unverständnis. In einem offenen Brief fordert Martin Neukom, Präsident der Jungen Grünen Schweiz, den Wirtschaftsverband dazu auf, sein Kampagnen-Budget offen zu legen. Denn der Bürger hat ein Anrecht zu erfahren, wie viel Geld eingesetzt wird um den Ausstieg zu verhindern.
Economiesuisse investiert viel Zeit und Geld, um eine erneuerbare Stromversorgung zu verhindern. Sie riskiert damit, dass die Schweiz den Anschluss verpasst und ins Hintertreffen gerät. Die erneuerbare Wende hat längst begonnen. Die zurzeit am meisten zugebaute Energie in Europa ist die Windkraft.
Der Umstieg auf Erneuerbare ist eine Herausforderung. Doch er wird in grossem Ausmass sowohl in hoch- als auch niedrig qualifizierten Segmenten Arbeitsplätze schaffen. Dies muss auch im Interesse eines Wirtschaftsverbandes sein. Hier profitieren grosse Bevölkerungsschichten, während von der Atomkraft gerade mal einige wenige Konzerne Profit machen. Es besteht folglich auch ein öffentliches Interesse daran, zu wissen, wer hier wie viel Geld investiert, um diese Wende zu verhindern.
In einem offenen Brief an Gerold Bührer, Präsident von Economiesuisse, fordert Martin Neukom, Präsident der Jungen Grünen Schweiz, dass offengelegt wird wieviel Geld in diese Anti-Erneuerbar Kampagne fliesst.
Durch eine Offenlegung werden die Interessen transparent und der Bürger kann sich ein besseres Bild davon machen und bei den nächsten politischen Entscheiden entsprechend abstimmen. Die Jungen Grünen Schweiz hoffen, dass auch bei Economiesuisse ein Paradigma-Wechsel stattfinden wird und diese sich anstatt für einzelne Interessen, für die Zukunft der ganzen Schweiz einsetzen.
Unterstehend finden Sie den offenen Brief an Gerold Bührer:
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