Die Besetzung des Paradeplatzes durch 1000 Teilnehmende unterstützten die Jungen Grünen selbstverständlich. Eine im Vorfeld geäusserte Abneigung gegenüber der Präsenz von Parteien an diesem Anlass veranlasste sie aber, ganz wenige Fahnen mitzunehmen und Flyer nur auf ausdrücklichen Wunsch herauszugeben. Vielmehr wollten sie die Gedanken der Protestierenden aufnehmen und den vielen Stimmen Gehör verleihen. Alma Redzic, Kantonsrätin und Präsidentin der Jungen Grünen des Kantons Zürich und Anna Stünzi, Präsidentin der Jungen Grünen Stadt Zürich, bewaffneten sich mit Papierrollen, Stiften, Malfarbe und Spraydosen und boten diese allen Interessierten an, um ihrer Wut, Empörung, Wünschen und Hoffnung Ausdruck zu geben. Dabei entstanden unzählige Plakate, die in kreativer Form Forderungen stellen - ein Zeichen der friedlichen, bunt durchmischten Protestkundgebung: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“ – so heisst es von einem Plakat oder „Das Recht nicht mehr haben wollen zu müssen!“, auch Textstellen von Manni Matters Lied „Dene wos guät geit…“ und Fragen wie „Können wir uns die Reichen noch leisten?“ oder „Hey, hast du die Krise gesehen? Sie schuldet mir noch Geld!“
Die Jungen Grünen starten am Montag eine Aktion, wo auf der Facebook-Gruppe „Wir sind auch systemrelevant!“ die diversen Sprüche bewertet werden können. Nächsten Sonntag wird der Spruch mit den meisten „Likes“ als Sieger gekürt und auf T-Shirts gedruckt, welche gegen alternative Tauschmittel erworben werden können. Wer so ein T-Shirt gerne haben möchte, kann sein Talent anbieten, sei es Koch-, Mal-, Gesangs-, Sprachkunst oder was auch immer - im Sinne der Occupy-Bewegung.
KONTAKT:
Alma Redzic, Kantonsrätin, Präsidentin Junge Grüne Kanton Zürich 078 660 53 22
Anna Stünzi, Präsidentin Junge Grüne Stadt Zürich, 078 847 93 17